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Brauereien klagen auf hohem Kostenniveau

Klar: 6,3 % Absatzverlust im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr entsprechen dem Ausstoß einer großen Brauerei.

Aber muss ein Absatzverlust bei einer Brauerei oder einem GFGH immer zu roten Zahlen führen?

Wir meinen: Nein!

Viele Brauereien sind es noch nicht gewohnt – wie beispielsweise die Zigarettenindustrie – in degressiven Märkten zu operieren.
Sie glauben, die Absatzverluste seien nur eine Delle und danach gehe es wieder wie gewohnt aufwärts weiter.

Aber das wird niemals mehr so sein wie vorher.

Alle Indikatoren weisen darauf hin, dass es sich um langfristige Abwärtstrends handelt: die Altersstruktur der Bevölkerung, Migration, Schlankheitsmittel, das „Paarungsverhalten“ der Generation Z etc.

In der Vergangenheit sind die Brauereien auf nahezu alle Gewerkschaftsforderungen eingegangen, denn man hat ja sehr gut verdient.
Die Tarife sind immer höher geworden und die Einsatzstunden immer geringer – somit sind die Produktivstundensätze aus dem Ruder gelaufen.

Heute zeigen sich darin Spielräume, um gemeinsam mit Arbeitnehmern moderne, flexible Arbeitsmodelle zu gestalten. Ziel sollte sein, Beschäftigung zu sichern und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Saisonale Anpassungen der Arbeitszeit – dort, wo sie sinnvoll und fair gestaltet werden – können dazu beitragen, die hohen Produktivkosten wieder in Balance zu bringen.

Die saisonale Flexibilisierung der Einsatzzeit bei Ausweitung der Wochenarbeitszeit sollte verhandelbar sein, weil sie bei volatilen Mengen unumgänglich sind und vielen Mitarbeitern den Job retten würden.

In der Oettinger Brauerei kämpft Stefan Blaschak einen einsamen Kampf, der eigentlich von allen Brauereien und deren Mitarbeitern geführt werden müsste, um die Arbeitsplätze zu erhalten.

Die gute Nachricht:
Es gibt Managementinstrumente und Automatisierungsvarianten zur Opex- und Profitanpassung in degressiven Märkten mit Sortimentsausweitung.
Es muss nicht sein, dass in den dunklen Jahresmonaten Verluste eingefahren werden, die in den hellen Monaten kaum noch aufzuholen sind – und die Unternehmen schließlich das Leben kosten.

Unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes des deutschen Getränkefachgroßhandels zeigen wir Ihnen echte Praxisbeispiele:

📅 Wann: 23.04.2026
📍 Wo: Köln
🔗 Infos & Anmeldung: www.huesch-symposium.de

Es sind noch noch wenige Plätze frei. Melden Sie sich noch heute an.

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